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Odo Rumpf

Bildhauer

Schöpfer kinetischer Skulpturen und Gründer des Skulpturengartens Odonien in Köln. Seit über vier Jahrzehnten transformiert Odo Rumpf industrielle Materialien in lebendige Kunstwerke.

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Projekt · 2001

Baustelle A

Ein kreativ-kommunikatives, interaktives und interdisziplinäres Gesamtkunstwerk

Duisburg-Asterlagen
20. August bis 2. September 2001
6 Künstler

Ort

Businesspark Niederrhein

Stadt

Duisburg-Asterlagen

Dauer

2 Wochen

Projektart

Ästhetische Aktion

Abschluss

Richtfest 2.9.2001

Projektidee

Im Jahr 2001 entstand im Businesspark Niederrhein in Duisburg-Asterlagen mit Baustelle A eine ortsbezogene ästhetische Aktion, die Baustelle, Material, Klang, Bewegung und Publikum zu einem offenen Gesamtkunstwerk verband. Sechs Künstlerinnen und Künstler arbeiteten vor Ort an einer Versuchsanordnung, die nicht auf ein fertiges Einzelobjekt zielte, sondern auf die gemeinsame Inszenierung eines Geländes im Übergang.

Einrichtung der Baustelle

Die Stärke des Projekts liegt darin, dass es den Begriff „Baustelle" nicht nur thematisch aufgreift, sondern ästhetisch ernst nimmt. Baustelle A arbeitet mit den Zuständen des Vorläufigen, Unfertigen, Improvisierten und Prozesshaften. Es geht nicht um die repräsentative Vollendung eines Bauwerks, sondern um die Wahrnehmung von Herstellung, Materialtransport, Suchbewegung und kollektivem Handeln. Damit wird aus einem zukünftigen Baugelände ein Ort, an dem Kunst, Arbeit, Geräusch und Publikum miteinander in Beziehung treten.

Konstruktion und Dekonstruktion

Grundprinzip

Konstruktion & Dekonstruktion

Die Versuchsanordnung orientiert sich am ästhetischen Mittel der Konstruktion und Dekonstruktion. Den konstruktiven Elementen des Errichtens, des Bauens, des forschenden Suchens im geologischen Untergrund und des Deutens archäologischer Funde stehen dekonstruktive Elemente gegenüber, die interdisziplinär als musikalische Attraktionen kompositorisch verdichtet werden. Selbst Maßnahmen, die eher sinnlose Transporte von Baustoffen sind, gehören in diese Logik.

Akustische Dimension

Klang, Geräusch, Bewegung

Das Konzept spricht von einem Geräuschmix von Motoren und Kleinwerkzeug. Die Erde bebt, Sand quillt, Chöre singen, Motoren rollen und Blech bläst. Beim Richtfest legen 20 bis 30 Blechbläser einen Klangteppich aus langen Tönen über das Gelände; dazu kommen ungewöhnliche Klangexperimente von LKW und Zementmischmaschinen.

20–30

Blechbläser legen einen Klangteppich aus langen Tönen über das Gelände

LKW

und Zementmischmaschinen als Klanginstrumente

Motor

Kleinwerkzeug und Geräuschmix als ästhetisches Material

Öffentlicher Abschluss

Richtfest — Sonntag, 2. September 2001

Beginn 14 Uhr

Das Richtfest beginnt mit einer optisch-akustischen Inszenierung und einem gemeinsamen Umzug durch den Businesspark. Entlang des Weges sind „lebende Bilder", ein „Indianercamp", permanente kleinere Aktionen, Sandaktionen, Baggerakrobatik und eine Schatzsuche angekündigt.

Richtfest Baggerakrobatik
Richtfest Aktionen

Musikzug Diana

Musikzug Schönnebeckshof

BSW Jugendfanfarencorps Hohenbudberg

Chor Slowik

Klangkünstler Helmut Lemke

Bühne 47

Montana-Ranch

Schülerinnen und Schüler der Erich-Kästner-Gesamtschule

Räumliche Elemente

Zeichen, Schwellen, Konstruktionen

Baustelle A ist kein Einzelbild, sondern ein räumliches Feld aus Zeichen, Übergängen und temporären Setzungen. Das Projekt arbeitet mit Schwellen, Signalen, Gerüsten und Provisorien und entwickelt daraus eine eigene räumliche Choreografie.

Baustellenschilder

Einrichtung der Baustelle

Beton-Absperr-Ständer-Tisch

Das Juwel

Turmanbau im Bezug zum Rheinkilometer

Tor 1 von Vieren

Zwei Tore

Förderturm, drei Tore

Greifer, Fahrgestell

4 Tore, Förderturm

Beteiligte

Sechs Positionen

Alter, Renommee und Arbeitsweise der beteiligten Künstler sind sehr unterschiedlich: spontan agierende, kreative Jungkünstler treffen auf konzeptionell arbeitende, detailplanerische und documenta-erfahrene Profis, dazwischen lehrende Kunstwissenschaftler und Workaholics der Materialschlacht in Großbauweise.

Claus van Bebber

Künstler

Geb. 1949 am Niederrhein; bildende und darstellende Kunst sowie improvisierte und experimentelle neue Musik als Eckpfeiler einer intermedialen Arbeitsweise; Arbeiten „vor Ort" als Schwerpunkt.

Gerd Buschheuer

Künstler

Geb. 1937 in Alpen; Arbeiten aus Porenbeton in Form des abstrakten Expressionismus.

Ariane Holz

Künstlerin

Geb. 1975 in Mönchengladbach; Plastiken aus Stein und Holz.

Peter Maschke

Künstler

Geb. 1947 in Rheinberg; Objekte, Installationen und Environments überwiegend aus Holz.

Odo Rumpf

Künstler

Geb. 1961 in Leverkusen; Arbeiten aus Stahl und Industriefundstücken, ortsbezogene Installationen und Großskulpturen, teilweise kinetisch, dazu Medienskulpturen und Gesamtkunstwerke.

Dini Thomsen

Künstlerin

Geb. 1943 in Katwijk (NL); Malerei, Objekte und Installationen.

Verstehen beim Gehen

“Die Besucher werden zu einem „Verstehen beim Gehen" eingeladen. Baustelle A will nicht frontal erklärt werden, sondern im Durchschreiten, Hören, Sehen, Suchen und Staunen erfahrbar sein. Das Projekt bildet den Gegenentwurf zu künstlichen Paradiesen: Es setzt nicht auf glatte Fertigbilder, sondern auf das Wahrnehmen von Prozess, Material, Handlung und Widerspruch.”

Impressionen

Baustellenschilder

Baustellenschilder als Zeichen

Einrichtung der Baustelle

Einrichtung der Baustelle

Beton-Absperr-Ständer-Tisch

Beton-Absperr-Ständer-Tisch

Das Juwel

Das Juwel

Turmanbau

Turmanbau im Bezug zum Rheinkilometer

Tor 1 von Vieren

Tor 1 von Vieren

Zwei Tore

Zwei Tore

Förderturm, drei Tore

Förderturm, drei Tore

Greifer, Fahrgestell

Greifer, Fahrgestell

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Hydro Maszyna

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Kran

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