
Solarvogel
Solarangetriebene kinetische Vogelskulptur im öffentlichen Raum. Prototyp für das internationale Projekt „birds".
Höhe
Flügelspannweite
Länge
Standpfeilerhöhe
Dokumentation
Projektidee
Energie
wird
Verhalten
Mit dem Solarvogel entwickelt Odo Rumpf einen Prototyp für das internationale Projekt „birds": eine große Vogelskulptur aus Stahl und Fundstücken, deren Flügel sich durch Solarenergie im Stadtraum heben und senken. Mittels Mikroprozessor, Sensoren und Servomotoren werden die Flügel in eine Auf- und Abwärtsbewegung versetzt. Dieser technische Kern macht den Solarvogel vom statischen Metallobjekt zum Ereignis.
Der Solarvogel ist nicht einfach eine Vogelskulptur mit technischem Effekt, sondern ein präzise gesetztes Projekt an der Schnittstelle von Naturbild, Energie und öffentlichem Raum. Schon in der Beschreibung als Prototyp steckt die eigentliche Stärke: nicht nur Objekt, sondern Versuchsanordnung dafür, wie eine künstliche, metallische Gestalt über Sonnenenergie zu einem quasi lebendigen Bewegungsbild wird.
„Sonnenenergie wird nicht im Hintergrund versteckt, sondern tritt als Flügelhub in Erscheinung. Technik ist hier nicht verborgen, sondern Teil der Poesie."
Technologie
Maße &
Steuerung
Energiefluss
Skulpturgruppe
SolarskulpturenHöhe
Flügelspannweite
Länge
Standpfeilerhöhe
Zeitraum
1995–1997
Standort
Kölner Rheinpromenade
Lage
Zwischen Maritim-Hotel und Schokoladenmuseum
Projektart
Öffentliche kinetische Solarskulptur
Steuerung
Mikroprozessor · Sensoren · Servomotoren
Material
Stahl · Industriefundstücke
Werkgruppe
Solarskulpturen
Nachleben
Solarvogel e.V. seit 2002
Im Stadtraum
Kölner
Rheinpromenade
Der Standort an der Rheinpromenade zwischen Maritim-Hotel und Schokoladenmuseum macht den Solarvogel zu einem stark stadträumlichen Projekt. Die Skulptur steht nicht abgeschieden, sondern in einem Bereich, der Sichtbarkeit, Öffentlichkeit und Bewegung bereits in sich trägt.
Die Verbindung von offener Rheinlage und solarbetriebener Flügelbewegung ist kein Zufall: Der Solarvogel funktioniert gerade dort, wo Wetter, Licht, Weite und urbaner Publikumsraum zusammenkommen.

Werkgruppe
Solarskulpturen
Der Solarvogel gehört zu Odo Rumpfs Werkgruppe der Solarskulpturen. Deren Leitgedanke: Die Kraft der Sonne haucht angewitterten Maschinenteilen tagsüber neues Leben ein und lässt sie nachts in die Starre des Vergangenen zurückfallen.
Der Solarvogel ist stark, weil er keine Naturalistik imitiert. Er ist keine Kopie eines Vogels, sondern eine gebaute, technisch offen lesbare Figur, deren Bewegung aus Energie, Sensorik und Mechanik entsteht. Gerade dadurch schlägt das Projekt eine Brücke zwischen Natur und Technik.
„Die neue Gestalt verbindet Natur und Technik und erinnert an die Vergänglichkeit der Industrie im Kontrast zur autokinetischen Natur."
Chronik
Entstehung 1995–2002
Prototypentwicklung
Entwicklung der solargetriebenen Flügelmechanik als Prototyp für das internationale Projekt „birds".
Technische Integration
Einbau von Mikroprozessor, Sensoren und Servomotoren. Die Flügel werden durch Sonnenenergie in eine Auf- und Abwärtsbewegung versetzt.
Installation am Rhein
Aufstellung an der Kölner Rheinpromenade zwischen Maritim-Hotel und Schokoladenmuseum. Der Solarvogel wird zum festen Bestandteil des Kölner Rheinufers.
Solarvogel e.V.
Gründung des Solarvogel e.V. in Köln. Seither alternatives, genreübergreifendes Kulturprogramm — Träger der Festivals Robodonien und RoboLAB.
Nachleben
Solarvogel
e.V.
Seit 2002 bietet der Solarvogel e.V. in Köln und der Region ein alternatives, genreübergreifendes Kulturprogramm an — insbesondere als Träger der Festivals Robodonien und RoboLAB auf Odonien.
Aktueller Status · Februar 2024
Der Verein widmet sich der Überarbeitung seines Wappentieres, der Skulptur Solarvogel, die in Köln am Rhein wieder fest installiert werden soll.