Zeitreisende
Relikte einer vergessenen Spezies aus einer weit entfernten Zukunft — Cyborgs als Reinkarnation von Gott und Maschine.
Werke
Entstehung
Ursprung
Bewegungstyp
Die Werkfamilie
01
Connecting Machine
Verbindung als Grundprinzip
Balinesische Götterfragmente, die durch Stahlkonstruktionen miteinander verbunden werden — ein Körper aus zwei Welten.
Balinesische Steinfundstücke, Cortenstahl
02
COMPUTED-B
Digitale Göttergestalt
Die technische Benennung spiegelt die Doppelnatur: Ein Gott, der durch Algorithmen codiert wird. Balinesische Form trifft auf Industrieschrott.
Balinesische Götterfundstücke, Elektronikschrott, Stahl
03
Radio Meditation
Frequenz und Stille
Zwischen Empfang und Sendung — die Figur als Antenne zwischen spiritueller und medialer Welt. Meditation als technischer Prozess.
Radiokomponenten, Balinesische Steinfragmente, Stahl
04
Enlighted
Erleuchtung durch Material
Der Zustand des Erleuchtetseins als skulpturale Condition. Licht als metaphorische und physische Qualität der Figur.
Balinesische Tempelfundstücke, Cortenstahl, Lichtquellen
05
Venus 2
Göttin der Zukunft
Die antike Göttin als Cyborg-Reinkarnation. Venus 2 verbindet archaische Weiblichkeit mit Industrieästhetik zu einer Figur aus fernen Zeiten.
Balinesische Steinskulpturen, Stahl, Industriefragmente
Grundidee der Skulpturgruppe
Götter und Dämonen —
eine Dilogie
Die Werkgruppe Zeitreisende bildet den zweiten Teil der Dilogie „Götter und Dämonen". Ausgangspunkt ist eine Arbeits- und Ausstellungsphase in Indonesien im Frühjahr 2015.
Dort vereinigte Odo Rumpf Fundstücke des balinesischen Götterglaubens — verwitterte Teile von Stein- und Betonskulpturen — mit ästhetischen Überresten menschlichen Fortschrittglaubens: Schrott. In einer anschließenden Arbeitsphase im Kölner Atelier entstanden daraus Figuren, die als Relikte einer längst vergessenen Spezies aus einer weit entfernten Zukunft erscheinen.
Im Anschluss brachte er weitere skulpturale Götter-Fundstücke in sein Kölner Atelier, wo sie in Kombination mit eigenen Industrie-Fundstücken aus seiner Sammlung zu den präsentierten Skulpturen wurden.
Schlüsselformel
„Nach vielen Jahren zukünftiger Evolution und einer Fusion von Psyche und Physis entwickelten sich die ‚Cyborgs' als Reinkarnation von Gott und Maschine."
Fakten
Entstehung
Indonesien, Frühjahr 2015 + Köln
Kontext
Dilogie „Götter und Dämonen", Teil II
Leitbild
Cyborgs als Reinkarnation von Gott und Maschine
Material
Balinesische Götterfundstücke + Industrieschrott
Standort
Odonien, Köln
Die drei Ebenen
Gott / Maschine / Cyborg
Die Formel „Reinkarnation von Gott und Maschine" verdichtet die Logik der Werkgruppe. Balinesische Götter-Fundstücke und Industriefragmente werden nicht einfach gemischt, sondern in einer Zukunftserzählung neu codiert.
01
Götterbild
Verwitterte Teile balinesischer Stein- und Betonskulpturen als spiritueller Kern der Figuren. Das Sakrale als Ausgangsmaterial.
02
Industriefragment
Ästhetische Überreste menschlichen Fortschrittglaubens aus Odo Rumpfs eigener Sammlung. Der Schrott als Spiegel moderner Zivilisation.
03
Zukunftsarchäologie
Hybride Gestalten zwischen Kultobjekt und Zukunftsruine — weder religiöse Figuren noch Maschinenwesen im klassischen Sinn.
Das Ergebnis sind keine religiösen Figuren und keine Maschinenwesen im klassischen Sinn, sondern hybride Gestalten, in denen Spiritualität, Schrott, Mythos und technische Bildwelt ineinanderfließen. Die Zeitreisenden sind Zukunftsarchäologie — Funde aus einer anderen Zeitschicht.
Frühjahr 2015 · Indonesien
Der Ursprung der Werkgruppe
Die Zeitreisenden entstehen nicht aus abstrakter Science-Fiction, sondern aus einer konkreten Material- und Kulturerfahrung. In Indonesien vereinigte Odo Rumpf gegenständliche Fundstücke des balinesischen Götterglaubens mit Schrott vor Ort.
Im Anschluss brachte er weitere skulpturale Götter-Fundstücke in sein Kölner Atelier, wo sie in Kombination mit eigenen Industrie-Fundstücken aus seiner Sammlung zu den präsentierten Skulpturen wurden. Die geographische Reise wird zur Zeitreise.
Einordnung
Dilogie „Götter und Dämonen"
Teil I
Götter
Der erste Teil der Dilogie — entstanden ebenfalls aus der Indonesien-Erfahrung. Göttliche Archäologie als Ausgangsmaterial skulpturaler Arbeit.
Teil II · Diese Skulpturgruppe
Zeitreisende
Cyborgs als Reinkarnation von Gott und Maschine — Relikte aus einer weit entfernten Zukunft. Der zweite Teil komplettiert die Dilogie mit hybriden Figuren zwischen Spiritualität und Industrieästhetik.
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