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Odo Rumpf

Bildhauer

Schöpfer kinetischer Skulpturen und Gründer des Skulpturengartens Odonien in Köln. Seit über vier Jahrzehnten transformiert Odo Rumpf industrielle Materialien in lebendige Kunstwerke.

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Zeitreisende — Werkgruppe von Odo Rumpf
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Skulpturgruppe·Dilogie „Götter und Dämonen" · Teil II

Zeitreisende

Relikte einer vergessenen Spezies aus einer weit entfernten Zukunft — Cyborgs als Reinkarnation von Gott und Maschine.

5

Werke

2015

Entstehung

Bali

Ursprung

Statisch

Bewegungstyp

Die Werkfamilie

Connecting Machine

01

Connecting Machine

Verbindung als Grundprinzip

Balinesische Götterfragmente, die durch Stahlkonstruktionen miteinander verbunden werden — ein Körper aus zwei Welten.

Balinesische Steinfundstücke, Cortenstahl

COMPUTED-B

02

COMPUTED-B

Digitale Göttergestalt

Die technische Benennung spiegelt die Doppelnatur: Ein Gott, der durch Algorithmen codiert wird. Balinesische Form trifft auf Industrieschrott.

Balinesische Götterfundstücke, Elektronikschrott, Stahl

Radio Meditation

03

Radio Meditation

Frequenz und Stille

Zwischen Empfang und Sendung — die Figur als Antenne zwischen spiritueller und medialer Welt. Meditation als technischer Prozess.

Radiokomponenten, Balinesische Steinfragmente, Stahl

Enlighted

04

Enlighted

Erleuchtung durch Material

Der Zustand des Erleuchtetseins als skulpturale Condition. Licht als metaphorische und physische Qualität der Figur.

Balinesische Tempelfundstücke, Cortenstahl, Lichtquellen

Venus 2

05

Venus 2

Göttin der Zukunft

Die antike Göttin als Cyborg-Reinkarnation. Venus 2 verbindet archaische Weiblichkeit mit Industrieästhetik zu einer Figur aus fernen Zeiten.

Balinesische Steinskulpturen, Stahl, Industriefragmente

Grundidee der Skulpturgruppe

Götter und Dämonen —
eine Dilogie

Die Werkgruppe Zeitreisende bildet den zweiten Teil der Dilogie „Götter und Dämonen". Ausgangspunkt ist eine Arbeits- und Ausstellungsphase in Indonesien im Frühjahr 2015.

Dort vereinigte Odo Rumpf Fundstücke des balinesischen Götterglaubens — verwitterte Teile von Stein- und Betonskulpturen — mit ästhetischen Überresten menschlichen Fortschrittglaubens: Schrott. In einer anschließenden Arbeitsphase im Kölner Atelier entstanden daraus Figuren, die als Relikte einer längst vergessenen Spezies aus einer weit entfernten Zukunft erscheinen.

Im Anschluss brachte er weitere skulpturale Götter-Fundstücke in sein Kölner Atelier, wo sie in Kombination mit eigenen Industrie-Fundstücken aus seiner Sammlung zu den präsentierten Skulpturen wurden.

Schlüsselformel

„Nach vielen Jahren zukünftiger Evolution und einer Fusion von Psyche und Physis entwickelten sich die ‚Cyborgs' als Reinkarnation von Gott und Maschine."

Fakten

Entstehung

Indonesien, Frühjahr 2015 + Köln

Kontext

Dilogie „Götter und Dämonen", Teil II

Leitbild

Cyborgs als Reinkarnation von Gott und Maschine

Material

Balinesische Götterfundstücke + Industrieschrott

Standort

Odonien, Köln

Die drei Ebenen

Gott / Maschine / Cyborg

Die Formel „Reinkarnation von Gott und Maschine" verdichtet die Logik der Werkgruppe. Balinesische Götter-Fundstücke und Industriefragmente werden nicht einfach gemischt, sondern in einer Zukunftserzählung neu codiert.

01

Götterbild

Verwitterte Teile balinesischer Stein- und Betonskulpturen als spiritueller Kern der Figuren. Das Sakrale als Ausgangsmaterial.

02

Industriefragment

Ästhetische Überreste menschlichen Fortschrittglaubens aus Odo Rumpfs eigener Sammlung. Der Schrott als Spiegel moderner Zivilisation.

03

Zukunftsarchäologie

Hybride Gestalten zwischen Kultobjekt und Zukunftsruine — weder religiöse Figuren noch Maschinenwesen im klassischen Sinn.

Das Ergebnis sind keine religiösen Figuren und keine Maschinenwesen im klassischen Sinn, sondern hybride Gestalten, in denen Spiritualität, Schrott, Mythos und technische Bildwelt ineinanderfließen. Die Zeitreisenden sind Zukunftsarchäologie — Funde aus einer anderen Zeitschicht.

Indonesien — Entstehungsort der Zeitreisenden

Frühjahr 2015 · Indonesien

Der Ursprung der Werkgruppe

Die Zeitreisenden entstehen nicht aus abstrakter Science-Fiction, sondern aus einer konkreten Material- und Kulturerfahrung. In Indonesien vereinigte Odo Rumpf gegenständliche Fundstücke des balinesischen Götterglaubens mit Schrott vor Ort.

Im Anschluss brachte er weitere skulpturale Götter-Fundstücke in sein Kölner Atelier, wo sie in Kombination mit eigenen Industrie-Fundstücken aus seiner Sammlung zu den präsentierten Skulpturen wurden. Die geographische Reise wird zur Zeitreise.

Einordnung

Dilogie „Götter und Dämonen"

Teil I

Götter

Der erste Teil der Dilogie — entstanden ebenfalls aus der Indonesien-Erfahrung. Göttliche Archäologie als Ausgangsmaterial skulpturaler Arbeit.

Teil II · Diese Skulpturgruppe

Zeitreisende

Cyborgs als Reinkarnation von Gott und Maschine — Relikte aus einer weit entfernten Zukunft. Der zweite Teil komplettiert die Dilogie mit hybriden Figuren zwischen Spiritualität und Industrieästhetik.

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