
Menschenfiguren zwischen Fundstück, Konstruktion und medialisierter Gegenwart — teils interaktiv, teils stumm.
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Grundidee der Skulpturgruppe
In der Werkgruppe Mensch/Medien entwickelt Odo Rumpf Figuren, Köpfe und hybride Wesen aus Fundstücken, Moniereisen und Ausbrennstücken. Die Arbeiten erscheinen als Menschenfiguren — teilweise interaktiv, teilweise stumm.
Odo Rumpf modelliert den Menschen nicht, sondern setzt ihn zusammen, konstruiert ihn und lässt das Material sichtbar. Genau darin unterscheidet sich diese Werkgruppe von klassischer Figurenplastik: Körper wird gebaut, verdrahtet, verdichtet und teils wieder aufgelöst.
Gerade die Spannung zwischen körperlicher Präsenz und technischer, medialer oder maskenhafter Überformung macht die Werkgruppe zu einem zentralen Feld in Odo Rumpfs Werk. Die Figuren sollen nicht nur körperlich, sondern auch medial, technisch oder kommunikativ gelesen werden.
Leitgedanke
„Mensch/Medien ist die Werkgruppe, in der Odo Rumpf den Menschen nicht naturalistisch, sondern als Bild, Hülle, Maske, Konstruktion und mediale Figur behandelt."
Material
Fundstücke
Industrielle Fragmente als Ausgangsmaterial für menschliche Formen — der Körper als gesammelte Geschichte.
Moniereisen
Das Grundmaterial des Bauens wird zur Struktur der Figur. Gerüst und Körper fallen zusammen.
Ausbrennstücke
Reste aus dem Schweißprozess als Körperfragmente — das Entstehungsverfahren ist Teil der Oberflächenstruktur.
Präsenz / Stille / Interaktion
Einige Arbeiten sind interaktiv, andere stumm. Diese Unterscheidung strukturiert die Werkgruppe. Odo Rumpf baut nicht nur Menschenfiguren, sondern untersucht unterschiedliche Zustände von Präsenz und Wahrnehmung.
01
Figuren, die als Ansprache funktionieren — die einen Blick erwidern oder eine Haltung einnehmen, die zur Reaktion einlädt.
02
Verschlossene Gestalten, mediale Hüllen, Figuren ohne erkennbare Kommunikation. Die Stille als plastische Qualität.
03
Arbeiten mit technischer Erweiterung — Reaktion auf Publikum, Licht oder mediale Aktivierung als Teil der Werkaussage.
Spätestens die Werknamen Golem, Maskus, Nova oder Aliens unterstützen diese Richtung. Die Werkgruppe lebt von Fragen, wie der Mensch heute erscheint und gelesen wird — von Präsenz, Überformung, Maske, Konstruktion und Wahrnehmung.
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