
Relikte einer vergessenen Spezies aus einer weit entfernten Zukunft — Cyborgs als Reinkarnation von Gott und Maschine.
Werke
Entstehung
Ursprung
Bewegungstyp
Die Werkfamilie
Grundidee der Skulpturgruppe
Die Werkgruppe Zeitreisende bildet den zweiten Teil der Dilogie „Götter und Dämonen". Ausgangspunkt ist eine Arbeits- und Ausstellungsphase in Indonesien im Frühjahr 2015.
Dort vereinigte Odo Rumpf Fundstücke des balinesischen Götterglaubens — verwitterte Teile von Stein- und Betonskulpturen — mit ästhetischen Überresten menschlichen Fortschrittglaubens: Schrott. In einer anschließenden Arbeitsphase im Kölner Atelier entstanden daraus Figuren, die als Relikte einer längst vergessenen Spezies aus einer weit entfernten Zukunft erscheinen.
Im Anschluss brachte er weitere skulpturale Götter-Fundstücke in sein Kölner Atelier, wo sie in Kombination mit eigenen Industrie-Fundstücken aus seiner Sammlung zu den präsentierten Skulpturen wurden.
Schlüsselformel
„Nach vielen Jahren zukünftiger Evolution und einer Fusion von Psyche und Physis entwickelten sich die ‚Cyborgs' als Reinkarnation von Gott und Maschine."
Fakten
Entstehung
Indonesien, Frühjahr 2015 + Köln
Kontext
Dilogie „Götter und Dämonen", Teil II
Leitbild
Cyborgs als Reinkarnation von Gott und Maschine
Material
Balinesische Götterfundstücke + Industrieschrott
Standort
Odonien, Köln
Die drei Ebenen
Die Formel „Reinkarnation von Gott und Maschine" verdichtet die Logik der Werkgruppe. Balinesische Götter-Fundstücke und Industriefragmente werden nicht einfach gemischt, sondern in einer Zukunftserzählung neu codiert.
01
Verwitterte Teile balinesischer Stein- und Betonskulpturen als spiritueller Kern der Figuren. Das Sakrale als Ausgangsmaterial.
02
Ästhetische Überreste menschlichen Fortschrittglaubens aus Odo Rumpfs eigener Sammlung. Der Schrott als Spiegel moderner Zivilisation.
03
Hybride Gestalten zwischen Kultobjekt und Zukunftsruine — weder religiöse Figuren noch Maschinenwesen im klassischen Sinn.
Das Ergebnis sind keine religiösen Figuren und keine Maschinenwesen im klassischen Sinn, sondern hybride Gestalten, in denen Spiritualität, Schrott, Mythos und technische Bildwelt ineinanderfließen. Die Zeitreisenden sind Zukunftsarchäologie — Funde aus einer anderen Zeitschicht.

Frühjahr 2015 · Indonesien
Die Zeitreisenden entstehen nicht aus abstrakter Science-Fiction, sondern aus einer konkreten Material- und Kulturerfahrung. In Indonesien vereinigte Odo Rumpf gegenständliche Fundstücke des balinesischen Götterglaubens mit Schrott vor Ort.
Im Anschluss brachte er weitere skulpturale Götter-Fundstücke in sein Kölner Atelier, wo sie in Kombination mit eigenen Industrie-Fundstücken aus seiner Sammlung zu den präsentierten Skulpturen wurden. Die geographische Reise wird zur Zeitreise.
Einordnung
Teil I
Der erste Teil der Dilogie — entstanden ebenfalls aus der Indonesien-Erfahrung. Göttliche Archäologie als Ausgangsmaterial skulpturaler Arbeit.
Teil II · Diese Skulpturgruppe
Cyborgs als Reinkarnation von Gott und Maschine — Relikte aus einer weit entfernten Zukunft. Der zweite Teil komplettiert die Dilogie mit hybriden Figuren zwischen Spiritualität und Industrieästhetik.
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