
Dinosaurier
Rostige Metallwesen als Sinnbilder vergangener Tage — aus Industrieschrott entstehen Fundstücke einer anderen Urzeit.
Hauptwerke
Varianten
Entstehung
Material
Die Werkfamilie

01
Velociraptor
Jäger aus dem Industriezeitalter
Der Velociraptor ist eine der bekanntesten Saurierfiguren Odo Rumpfs. In Odonien erscheint er in mehreren Varianten. Aus Industrieschrott entsteht eine Figur, die das Gedächtnis der Maschine mit dem Urzeitgedächtnis des Lebens verbindet.
Varianten
Standorte

02
Pteranodon
Fliegendes Fossil
Der Pteranodon verbindet Flugfähigkeit und Urzeit in einer einzigen Figur. Die Arbeit existiert in verschiedenen Größen — von 240 cm bis zu 700 cm Spannweite. Als Freiplastik schwebt er über dem Boden.
Varianten
Jahr
1997
Spannweite
240–700 cm
Standorte

03
Stahlblechskulpturen
Ausgeschnittene Urzeit
Aus Stahlblech geschnittene und gebogene Saurierformen, die das Material direkt sichtbar lassen. Das Blech zeigt seine Herkunft — Schnitt, Biegung und Verbindung sind ablesbar.
Standorte
Grundidee der Skulpturgruppe
Schrott als Knochen —
Industrie als Urzeit
Alte Industrieanlagen und Dinosaurier haben eines gemeinsam: Sie hinterlassen Fundstücke — Knochen, Maschinenteile, Spuren vergangener Epochen. Aus verrosteten Stahlüberresten entwickelt Odo Rumpf daraus Sinnbilder vergangener Tage: rostige Metall-Dinosaurier, die häufig im öffentlichen Raum erscheinen und dort wie archäologische Wiederkehrer einer industriellen Urzeit wirken.
Die Werkgruppe Dinosaurier zeigt nicht nur große Saurierformen, sondern Odo Rumpfs vielleicht klarste Bildformel für seine Materialpoetik: Fundstücke werden zu Knochen, Schrott zu Skelett, Industriegeschichte zu Wesenheit.
Die Gruppe ist deshalb nicht verspielt gemeint, sondern hochpräzise. Sie verbindet Archäologie, Pop-Ikonographie, öffentliche Sichtbarkeit und Materialgedächtnis zu einer der konsistentesten Bildwelten im Werk Odo Rumpfs.
Leitgedanke
„Alte Industrieanlagen und Dinosaurier haben eines gemeinsam: Sie hinterlassen Fundstücke — Knochen, Maschinenteile, Spuren vergangener Epochen."
Fakten
Entstehung
Ab 1997, seither weiterentwickelt
Material
Cortenstahl, Industrieschrott, Schweißeisen
Standorte
Odonien (permanent) + öffentlicher Raum
Varianten
Velociraptor 1–3, Pteranodon 1–3, Stahlblech-Formen
Die Kernanalogien
Warum Dinosaurier?
Die Wahl des Sujets ist präzise: Die drei Analogien zwischen Industrie und Urzeit machen die Werkgruppe zu mehr als Tierskulpturen.
01
Beide hinterlassen Fundstücke — Schrott wie Knochen, Maschinen wie Skelette.
02
Beide tragen das Zeichen der Zeit — Patina als Zeitzeuge, Rost als Sediment.
03
Beide sind vergangen — beide hinterlassen Spuren für Nachfolgende als Archäologie.
Im öffentlichen Raum
Archäologische Wiederkehrer im Stadtraum
Die Dinosaurier-Skulpturen erscheinen häufig im öffentlichen Raum und wirken dort wie archäologische Wiederkehrer einer industriellen Urzeit. Ihre Präsenz im Stadtraum verbindet Pop-Ikonographie mit Materialgedächtnis.
Im Skulpturenparcours auf Odonien sind mehrere Varianten dauerhaft zu sehen: Velociraptor 1, 2 und 3 sowie Pteranodon 1, 2 und 3. Sie sind Bestandteil des permanenten Ensembles.
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