
Werkgruppe Tiere · Ausbrennarbeiten · Ab 1999
Tarantel
Das Bedrohliche ins Monumentale überführt. Spinnenskulpturen aus Stahl und Fundstücken — zwischen Abscheu und Faszination.
Entstehung
Ab 1999
Varianten
2 Skulpturen
Material
Stahl · Fundstücke
Technik
Ausbrennarbeiten
Standort
Odonien, Köln
Dokumentation

Tarantel 1 — Gesamtansicht

Detail: Beinstruktur und Ausbrennarbeiten

Im Kontext des Skulpturenparks
Das Motiv
Abscheu
und
Faszination
Die Taranteln gehören zu den ungewöhnlicheren Tiermotiven im Werk von Odo Rumpf. Anders als die Dinosaurier oder Vögel wecken sie nicht Faszination für das Vergangene oder Elegante — sie konfrontieren mit dem Unbehagen, das Spinnen bei vielen Menschen auslösen.
Gerade diese Ambivalenz macht die Skulpturen bedeutsam: Die technisch-konstruierte Form aus Stahl und Fundstücken verwandelt das instinktiv Bedrohliche in etwas Faszinierendes. Die Technik der Ausbrennarbeiten verleiht den Oberflächen eine organische Textur — das Industrielle wird zur Haut.
Im Skulpturenpark lauern die Taranteln zwischen Vegetation und anderen Werken. Sie sind Bewohner des Geländes — gleichzeitig vertraut und fremd, sichtbar und übersehen.
Themenrundgang
01
Ausbrennarbeiten
Die Oberflächen entstehen durch kontrolliertes Ausbrennen — eine Technik, die dem Stahl organische Strukturen einschreibt und an natürliche Texturen erinnert.
02
Das Vergrößerte
Durch die Skalierung ins Monumentale verliert das Tier seinen natürlichen Kontext. Das Bedrohliche wird zur Skulptur — und damit betrachtbar.
03
Ambivalenz als Methode
Odo Rumpf wählt bewusst Motive, die Unbehagen erzeugen. Das Unscheinbare, das Vergessene, das Verdrängte wird sichtbar gemacht.
Standort
Odonien, Köln-Ehrenfeld
Dauerhaft im Skulpturenpark Odonien. Teil des Parcours durch das Gelände — zwischen Vegetation und anderen Tiermotiven.
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